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Die Angst vor dem Erfolg und woher sie kommt

Die Angst vor dem Erfolg und woher sie kommt

Darum ist Misserfolg für die meisten erträglicher als Erfolg

Bei oberflächlicher Betrachtung scheint es keinen Sinn zu machen, Angst vor dem Erfolg zu haben. Aber wenn man tiefer schaut, dann werden die Zusammenhänge rasch deutlich. Die meisten Menschen haben nämlich nicht genug an sich selbst gearbeitet und ihren Charakter veredelt. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass sie unbewusst wissen, dass sie mit Erfolg nicht umgehen können. Es ist viel einfacher, mit Misserfolg umzugehen. Das kennen die meisten. Da kann man sich in der Folge einfach und bequem im Opferbewusstsein verkriechen und glauben, dass es einfach Pech, Schicksal, Karma oder Gottesfügung sei. Sehr praktisch.

Warum das praktisch ist? Na ja, weil man dann keine Verantwortung übernehmen muss. Man kann dann einfach behaupten, dass man nichts dafür könne. Man hat, aus den eigenen Augen gesehen, schließlich alles getan und es hat einfach nicht geklappt. Damit ist die Sache für die meisten dann abgeschlossen.

Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass Erfolg immer die Folge unseres Tuns, Denkens und Fühlens ist. Und wenn das, was daraus erfolgt nicht dem entspricht, was man beabsichtigt, dann liegt es eben nicht an den äußeren Um-, sondern an den inneren Zuständen.

Daher sollte man sich diesbezüglich mal folgendes fragen und sich ganz ehrlich beantworten:

  • Wie wäre ich, wenn ich in jeder Hinsicht erfolgreich wäre?
  • Wenn ich Geld und Macht ohne Ende hätte?
  • Welche dunklen Seiten könnten dann, schlimmsten Falles, in mir auftauchen?

Einfach zu glauben, dass man sowieso ein guter Mensch ist und sowieso nur Gutes tun würde, ist zu einfach und vor allem viel zu oberflächlich. Es ist nicht das Universum, welches uns das Erfolgreichsein verwehrt, sondern wir selbst sind es. Wer dies nicht weiß oder nicht glauben kann, der befindet sich diesbezüglich auf verlorenem Posten und in großer Gefahr. In Gefahr bezüglich seinem Seelenwohl.

Dass Macht schlecht sei, ist eine Lüge

Abgesehen davon gilt es zu erkennen, dass man den meisten von uns beigebracht hat zu glauben, dass Macht schlecht und reiche Menschen meist nicht gut sind. Das ist natürlich Unsinn, aber trotzdem sind viele solche begrenzenden Überzeugungen in unserem Bewusstsein verankert. Und noch ein weiterer Umstand gesellt sich dazu, nämlich: Dass die meisten Menschen unbewusster weise nicht erfolgreicher als ihre Eltern sein wollen. Warum? Weil sie nicht wollen, dass sich ihre Eltern schlecht fühlen, weil sie es nicht geschafft haben und natürlich deswegen, weil sie selbst auch keine schlechten Menschen sein wollen. Ja, ich weiß, das ist alles völlig unsinnig, aber wenn wir die Welt da draußen betrachten, dann sind es doch immer die Reichen und Supererfolgreichen, welche unsere Welt zugrunde richten, oder etwa nicht?!

Viele mögen glauben, dass sie solcherlei Verknüpfungen eh durchschauen und diese bei ihnen nicht greifen, aber... wir sind in der Regel viel zu wenig Meister über unser eigenes Bewusstsein als wir es vermuten. Solche Dinge wirken auch dann, wenn man sie kennt. Sie überlisten unsere bewusste Wahrnehmung indem sie sich direkt und ohne unsere bewusste Kontrolle Eingang in unser Bewusstsein verschaffen. Gute Psychologen wissen das, gute Werbefachleute nutzen es und Machtbesessene missbrauchen es. Es ist also gar nicht so leicht da auszusteigen wie es die meisten glauben. Dazu gehört schon eine große Portion Wissen um die tieferen Zusammenhänge der menschlichen Psyche und darüber, wie man seine unbewussten Überzeugungen und Glaubensmuster erstmal findet und dann auch integrieren kann.

Rein mit dem Verstand oder irgendwelchen Ritualen ist dies nämlich nicht möglich. Deshalb funktioniert die Manipulation der Menschen auch so hervorragend.

Glücklich sein darf nicht das Ziel, sondern es muss der Weg sein

Und dann kommt noch ein weiterer problematischer Umstand hinzu: Viele Menschen glauben nämlich, dass sie glücklich wären dann, wenn sie den gewünschten Erfolg erreicht hätten. Und genau das ist ein riesengroßer Trugschluss! Wenn man sich nämlich fragt: Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du erfolgreich wärst, dann antworten 90 Prozent der Menschen mit: Glücklich! Ja, immer noch glauben die meisten Menschen, dass sie glücklich wären, wenn sie dies oder jenes erreicht hätten oder besitzen würden. Aber genau genommen verhält es sich genau umgekehrt, der Mensch wird erfolgreich dadurch, dass er bereits glücklich ist!

Hier stellt sich also die Frage: Was definiert der Mensch eigentlich unter ‚Glücklich sein’? Gemäß großangelegten Studien und aktuellen Forschungsergebnissen definieren die meisten Menschen Glücklich sein mit dem Gefühl des frei und unabhängig seins. Das heißt: Wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen in dem was wir tun und Sind, dann gilt es alles dafür zu tun, frei zu sein. Aber Vorsicht, nicht nur frei von äußeren Einschränkungen sondern, und vor allem, frei von inneren Fesseln zu sein!

Um sich von diesen zu befreien, gilt es erstmal sie zu erkennen. So zu tun als hätte man sie nicht oder es einfach schön zu malen, sind mit Sicherheit keine vielversprechenden Methoden. Nicht umsonst stellten die alten griechischen Philosophen Selbsterkenntnis an oberste Stelle menschlicher Höherentwicklung. Ist ja logisch, denn nur wer genau weiß wo er steht wird wissen, in welche Richtung er gehen muss um sein Ziel zu erreichen. Wenn ich nicht weiß, dass ich mich in Zürich befinde und ich den Wiener Südbahnhof suche, dann werde ich bis in alle Ewigkeit in Zürich umherwandern können ohne jemals den Wiener Südbahnhof zu finden.

Dein Innenleben ist alles, was zählt

Wir müssen also allem voran genau wissen, wie unser Bewusstsein strukturiert ist, bevor wir gezielte und nachhaltig wirksame Veränderungen an ihm vornehmen können. Etwas in sich zu bearbeiten was gar nicht da ist oder etwas nicht zu bearbeiten was da ist, wir aber nicht erkennen, führt nur zu einem: Misserfolg. Es führt lediglich dazu, dass wir ein Leben lang an uns arbeiten ohne jemals irgendwelche gravierende Veränderungen zu bewirken. Kurz: Viel Arbeit – wenig Ertrag. Nun ja, wer kennt das nicht? Höchste Zeit also, dass wir uns noch intensiver um unser Innenleben kümmern. Wir sollten uns daher nie zu schade dafür sein, kompetente Unterstützung anzunehmen. Dabei fällt uns kein Zacken aus der Krone. Gut, vielleicht muss sich da unser Ego ein wenig zurücknehmen, aber was soll’s...? Wir haben doch Ziele, oder etwa nicht?!

Ich weiß schon, einige denken jetzt: Ich habe keine Ziele mehr, ich lebe in der Gegenwart. Und ich muss gestehen, dies ist eine der besten Selbstlügen welcher man – sowohl im Innen wie auch im Außen – begegnen kann. Denn obwohl diese Aussage grundsätzlich korrekt ist, stimmt sie bei 99,999 Prozent aller die solches behaupten, nicht mit den Tatsachen überein.

Die Welt und alles, was wir erleben, ist ein Spiegel unseres Bewusstseins. Die Welt lässt sich nicht belügen. Menschen schon, aber das Leben nicht. Anstatt seine gesamte Lebenszeit damit zu verbringen Beweise dafür zu finden und auch zu erschaffen, dass wir Recht haben, wäre es durchaus sinnvoller danach Ausschau zu halten, wo sich unsere Begrenzungen und unsere Fehlprogrammierungen befinden. Denn erst – und dann dafür relativ einfach – wenn wir unsere installierten Programme genau kennen ist es uns möglich, diese umzuprogrammieren.

Jedoch ohne die Programmiersprache zu kennen und zu beherrschen, wird jeder Eingriff in selbiges zu einem ziemlich risikoreichen Unternehmen. Vielen geht es nach getaner Bewusstseinsarbeit nur deswegen schlechter als davor, weil sie sich von schlechten ‚Programmierern’ schulen lassen welche ihr eigenes Fachgebiet selber noch nicht im Griff haben. Die Auswahl kompetenter Lehrer ist demnach essentiell. Aber wie soll man erkennen, welche ‚Programmierer’ ihr Metier nun wirklich im Griff haben und welche nicht? Ganz einfach: Studiere zuerst dessen Leben. Wie lebt er? Hat er seine Ziele erreicht? Lebt er seine Vision? Folgt er seinem Herzen? Ist er glücklich oder tut er nur so? Kurz: Lebt er das, was er lehrt?! Wenn ja, dann kannst Du dich einem solchen Lehrer mit gutem Gewissen anvertrauen.

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